Wirtschaftsförderung Stadthagen erhält Wifö-Award „Innovative Wirtschaftsförderungen“ 2025
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Stadthagen wurde mit dem renommierten Award „Innovative Wirtschaftsförderungen“ (Wifö-Award) der Hochschule Harz ausgezeichnet. Prämiert wurde der Innenstadtentwicklungsprozess ReNEWsance, der unter der fachlichen Leitung von Jessica Lietzau von der Wirtschaftsförderung der Stadt Stadthagen in Zusammenarbeit mit Dr. Holger Rabe von der Weserbergland AG in den zurückliegenden drei Jahren umgesetzt wurde.
Die Jury würdigte Stadthagen als Vorreiterin für eine moderne, partizipative und organisatorisch innovative Form der kommunalen Wirtschaftsförderung.
Der Wifö-Award zeichnet Projekte aus, die in Methodik, Organisationsentwicklung und Wirkung Maßstäbe setzen und als übertragbare Modelle für andere Kommunen dienen. Er wird unter der Leitung von Prof. Jürgen Stember von der Hochschule Harz in Kooperation mit dem Forum Deutscher Wirtschaftsförderungen vergeben und richtet sich an Wirtschaftsförderungen, die neue Wege in ihrer internen Struktur, ihrer Zusammenarbeit und ihrer strategischen Ausrichtung beschreiten. Im diesjährigen Fokus standen Konzepte, die wirtschaftsfördernde Organisationseinheiten nachhaltig transformieren.
Die Jury hob in ihrer Begründung für die Wahl Stadthagens mehrere konkrete Stärken hervor, die den Ausschlag für die Auszeichnung gaben. Entscheidendes Kriterium sei die innovative Organisationslogik der Stadt gewesen: Stadthagen zeige, wie klassische Aufgaben der Wirtschaftsförderung mit projektorientiertem Arbeiten, interdisziplinären Kooperationen und neuen Beteiligungsformaten erfolgreich verbunden werden können. Diese strategische Neuaufstellung schaffe klare Strukturen, flexiblere Prozesse und eine moderne Arbeitskultur innerhalb der Wirtschaftsförderung. Besonders hervorgehoben wurde der partizipative Ansatz: ReNEWsance gelingt es, Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende sowie lokale Akteure aktiv einzubeziehen und sie als Mitgestalter des Innenstadtprozesses zu gewinnen. Die Jury betonte, dass Beteiligung in Stadthagen nicht punktuell, sondern strukturell gedacht sei. Dadurch entstünde eine ungewöhnlich hohe Akzeptanz und eine starke Identifikation der Gemeinschaft mit der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Stadt.
Ein weiteres Kernargument der Jury war der Labor- und Erprobungscharakter des Projekts. Die Arbeit in kleinen, flexibel gestaltbaren Test- und Experimentierräumen ermögliche kurze Entscheidungswege, schnelle Lernprozesse und eine dynamische Weiterentwicklung der Formate. Dieses Vorgehen sei innovativ, risikobewusst und zugleich sehr praxisnah – ein Ansatz, den die Jury als vorbildlich für Wirtschaftsförderungen in ganz Deutschland einstufte.
Darüber hinaus würdigte die Jury die Übertragbarkeit des Stadthäger Modells. Die in ReNEWsance erprobten Arbeitsweisen, Organisationsprinzipien und Methoden seien technisch und konzeptionell so angelegt, dass sie auch in anderen Städten und Gemeinden eingesetzt werden könnten. Damit setze Stadthagen Impulse weit über die eigene Stadtgrenze hinaus.
Schließlich merkte die Jury an, dass das Zusammenspiel von Innovation und Resilienz besonders überzeugend sei: Stadthagen verbinde kurzfristige Innovationsimpulse mit langfristiger Stabilität und sorge damit für strukturelle Stärkung sowie nachhaltige Zukunftsfähigkeit der Innenstadt. Insgesamt zeige die Stadt mit ReNEWsance „einen modernen, konsequent praxisorientierten Weg der Wirtschaftsförderung“, der beispielhaft für viele Kommunen stehe.
Die Auszeichnung verleiht Stadthagen bundesweite Sichtbarkeit und unterstreicht die hohe fachliche Qualität, mit der die Stadt ihre wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung gestaltet. Für Bürgermeister Oliver Theiß ist der Preis zugleich Anerkennung und Ansporn, konsequent an der Strategie weiterzuarbeiten. „Ich würde den eingeschlagenen Weg sehr gerne fortzusetzen und die innovativen Strukturen dauerhaft verankern.“
Foto: Stadt Stadthagen